Ein Jahr, für das es sich zu leben lohnt – Mein Jahresrückblick 2022

Wenn ich hier bei meinem Jahresrückblick 2022 auf die letzten 12 Monate zurückblicke, dann war es wahrscheinlich mein bisher facettenreichstes Jahr.

Ein Jahr mit mutigen Entscheidungen, in dem ich hauptsächlich meiner Intuition vertraut habe und der Verstand die Nebenrolle übernehmen durfte. Ein Jahr, in dem Leben und Tod ganz nah nebeneinander gewohnt haben. Ein Jahr mit viel Krankheit und viel Genesung, in dem ich eine tiefe Dankbarkeit gegenüber meiner Resilienzfähigkeit entwickelt habe.
Ein Jahr der Entwicklung im Business wie im Privaten. Ein Jahr, in dem ich all meine Facetten gezeigt und gelebt habe. Ein Jahr mit den allerschönsten und den allerschlimmsten Momenten.

Zusammengefasst: Ein Jahr, für das es sich wirklich lohnt, zu leben! (keine Angst, so pathetisch gehts jetzt nicht weiter, aber ich steh nun mal auf ein bisschen Pathos)


Das waren meine Ziele 2022 – und was daraus geworden ist

Ich formuliere jedes Jahr Intentionen. Die unterscheiden sich stark von klassischen Zielen, weil sie sich nicht auf etwas Äußeres beziehen, sondern auf einen inneren Zustand – ein Gefühl. Weil das meine ganz eigene Art der Zielsetzung ist, bin ich meine Jahresintentionen durchgegangen und hab hier die prägnantesten Sätze rausgenommen. Und beim Schreiben habe ich festgestellt, dass sie wie durch ein Wunder mein gesamtes Jahr widerspiegeln. Was daraus geworden ist, liest du also jetzt direkt im Rest meines Jahresrückblicks.

  • Ich vertraue. Ich bin frei. Ich liebe.
  • Ich kommuniziere klar, ehrlich, direkt und liebevoll.
  • Ich bin in Frieden mit allen Umständen.
  • Ich bin bei mir, präsent, ruhig, geerdet, gelassen, kraftvoll, offen und durchlässig.
  • Ich genieße die Fülle in meinem ganzen Leben.
  • Ich traue und folge meiner Wahrnehmung und meiner Intuition.
  • Ich gehe mutig neue Wege.
  • Ich lebe mein volles Potential und meine volle Größe.
  • Ich folge meiner inneren Freude.
  • Ich teile meine Fähigkeiten, mein Wissen und meine Qualitäten mit der Welt.
  • Ich fühle mich sicher – in mir, in meiner Beziehung, in meinem Business, in meinem Leben.

Smash it! – Die beste Mastermind südlich des Nordpols

Manchmal liebe ich meine Intuition. Eigentlich immer!! Da saß ich Ende Dezember 21 auf einer Online-Weihnachtsfeier (auf die ich eigentlich gar nicht hingehen wollte) und hörte Gretel Niemeyer von einer Mastermind erzählen, die sie mit ihrer Business-Kollegin Laura Roschewitz gegründet hat. Frag mich nicht warum, aber Mister Google war schneller offen, als ich schauen konnte.
Am nächsten Tag hatte ich den Passigkeitscheck gebucht. Zwischen den Jahren das Gespräch und die Entscheidung. Zum 1.1.2022 wurde ich Teil von Smash it!, der besten Mastermind südlich des Nordpols.

Foto von einem Bildschirm, auf dem ein Zoom-Call mit 11 Frauen zu sehen ist.
So treffen wir uns jeden zweiten Donnerstag. Wenn du mich entdeckst: bei dieser Mastermind-Runde sitz ich gerade im Zug. Wohin ich da gefahren bin, weiß ich grad nicht mehr.


Bis heute hab ich es keine Sekunde bereut. In diesem Jahr ist dank dieser Unterstützung so viel entstanden:

  • mein Angebot bzw. insgesamt 3 Angebote
  • meine Website
  • mein Blog
  • meine Positionierung als Spezialistin für den emotionalen Deep Shit und die Frau, die Tabus anspricht und dafür sorgt, dass sie in unserer Gesellschaft weniger werden
  • ein Gruppenprogramm gemeinsam mit meiner Kollegin, Freundin und Business-Partnerin Julia-Sophie Kober
  • ganz viele neue Ideen für das nächste Jahr

Was mich allerdings am meisten überzeugt hat und immer wieder beeindruckt in dieser Gruppe: es ist jedes Thema willkommen. Und so war dieses Konglomerat an Powerfrauen für mich in den schwierigen Monaten Mitte des Jahres ein Halt und eine Unterstützung, wie ich sie jeder Frau nur wünschen kann!

Mein Blog

Am 20.1.2022 erblickte mein Blog das Licht der Welt.
Ich wollte endlich mehr Platz haben. Die 2200 Zeichen auf Instagram engten mich ein. Ich wollte ungeniert schreiben und sagen, was ich denke. Ich wollte Gedanken zu Ende denken und zu Ende schreiben.
Seitdem sind 13 Blogartikel entstanden. Wirklich einen Plan dahinter gibt es bisher noch nicht, aber das wird sich definitiv im nächsten Jahr ändern – das SEO-Coaching steht schon in den Startlöchern.

Außerdem finde ich es sehr lustig, dass wir genau am 20.12.2022 den Jahresrückblick veröffentlichen werden. Ich mag solche Zahlen-Zufälle 😃

Titel: Die Frau hinter dem Blog und ein Foto von mir in einem schwarzen Kleid im Feld stehend und lachend.
Ein Screenshot von meinem allerersten Blogartikel.

Meine Klient*innen – tiefes Vertrauen und riesige Transformation

Ich ziehe mein Hut! Vor jeder einzelnen Frau und den zwei Männern, die ich in diesem Jahr ein Stück auf ihren Wegen begleiten durfte.

Sie alle sind Visionäre, die die Strukturen unserer Gesellschaft oder des Musikerbusiness hinterfragen. Jede*r einzelne hat natürlich eine ganz persönliche Geschichte und doch verbindet sie der Mut, neue Wege zu gehen, sich selbst immer wieder neu zu entdecken und sich zu zeigen, mit allem, was zu ihnen gehört.
Ich bin zutiefst dankbar, dass diese wunderbaren Menschen mir ihr Vertrauen geschenkt haben und riesengroße Schritte in ihrer Entwicklung gegangen sind.
Meine Arbeit kann immer nur so viel ausrichten, wie mein Gegenüber bereit ist, sich darauf einzulassen. Und ich war in diesem Jahr Zeuge von einigen (kleinen und großen) Wundern! DANKE!!

Business meets Deep Shit – ein Gruppenprogramm für Sängerinnen

Meine Mastermind Smash it! hat mich offensichtlich sehr inspiriert. Sie wird ja geleitet von zwei coolen Frauen: Gretel Niemeyer, ihres Zeichens Sales Queen und Laura Roschewitz, Wirtschaftspsychologin und Expertin für mentale Gesundheit. Zwei Coaches, zwei unterschiedliche Blickwinkel, zwei Erfahrungsschätze.
Genau das haben Julia-Sophie und ich dann für Sängerinnen auf die Beine gestellt. Sie als Karrierementorin für Musiker*innen und ich als Spezialistin für den emotionalen Deep Shit. Wir haben ein Gruppenprogramm für Sänger*innen, Künstler*innen entwickelt, das den Fokus auf Business- und innere Entwicklung legt. Mit 5 tollen Frauen haben wir drei wunderbare Monate verbracht, in denen in unser aller Leben viel passiert ist.
Das Thema „Grenzen setzen, Nein sagen, eigene Energie halten“ hat uns alle miteinander verbunden und so wurden in diesen drei Monaten

  • die ersten Schritte und Entscheidungen für ein freischaffendes Sängerinnendasein nach vielen Jahren Festengagement gesetzt.
  • Herausforderungen in einem neuen Festengagement gelöst.
  • Finanzen sortiert und ein neues Money-Mindset entwickelt.
  • Entscheidungen erfühlt und der Selbstwert gestärkt.
  • Beziehungsthemen besprochen, die man ja (vor allem, wenn es um Kommunikation geht) eins zu eins ins Berufsleben übertragen kann.

Es ist in diesem Programm deutlich geworden, was wir bereits vorher geahnt haben: Auch Künster*innen brauchen Coaches. Im Sport ist es selbstverständlich, in der Musikbranche leider noch lange nicht.
Eine Klientin von mir hat dieses Jahr gesagt: „Mir ist so klar geworden, dass diese inneren Themen eigentlich viel wichtiger sind in diesem Job, als die ganze Technik.“
Ja, wir haben mit diesem Programm definitiv eine Lücke geschlossen.

Meine erste Schwangerschaft

Und meine erste Fehlgeburt. Es war meine prägendste Erfahrung in diesem Jahr.

Mein positiver Schwangerschaftstest. Ein Stäbchen mit zwei roten Strichen drauf und die Lese-Anleitung.

Der schönste Moment im Mai – ein Tag bevor wir auf die Seychellen geflogen sind: Ich bin schwanger.
Am Flughafen haben wir es dem Bruder meines Partners und seiner Freundin erzählt. Für die Schwiegermama haben wir uns einen vom Meer umspülten riesigen Stein bei unserem Strandspaziergang nach der Ankunft ausgesucht.
Ich war nur ein bisschen müde, sonst gings mir gut. Und an einem Abend konnte ich plötzlich keinen Käse mehr essen und das, obwohl ich Käse liebe.

Auf dem Rückflug wurde ich dann krank. Zuerst dachte ich, es ist die Übermüdung.
Doch zu Hause angekommen hatte ich dann über 39 Grad Fieber. Der C.-Test war negativ.
Nach Krankenhaus St. Pölten und Tropenambulanz in Wien stand die Diagnose fest: Dengue-Fieber

Bis heute weiß ich nicht, ob das der Grund für die Fehlgeburt war oder ob sich das Kind schon vorher entschieden hatte, wieder zu gehen.
Kranker war ich noch nie in meinem Leben. Und es war schon besorgniserregend, zu sehen, wie meine weißen und roten Blutplättchen täglich weniger wurden. Es war einen Tortur. Für die täglichen Blutkontrollen saß ich meist mehrere Stunden auf der Ambulanz. Ich war ja nicht so wirklich ein Notfall.
Immerhin wurde im Krankenhaus bei den Untersuchungen eine intakte Schwangerschaft festgestellt.

Gleichzeitig konnte ich durch die täglichen Kontrollen meinem Körper bei der Arbeit zuschauen. Innerhalb von drei Tagen reparierte er alles – von Blutplättchen nahe an den unteren Grenzwerten zu Werten im Normalbereich. Ich konnte am eigenen Leib erfahren, wie wertvoll es ist, einen funktionierenden Körper zu haben und bin sehr froh, dass ich seit meiner Epigenetik-Ausbildung noch besser auf meine Ernährung und Versorgung mit wichtigen Stoffen achte.

So ein richtig gutes Gefühl hatte ich die ganze Frühschwangerschaft über nicht, aber ich wusste einfach nicht, ob mein Gefühl recht hatte oder ob es die Angst war, die vermutlich jede Frau in der Frühschwangerschaft hat.
Die erste Untersuchung beim Frauenarzt zeigte dann, dass die befruchtete Eizelle sich sehr weit unten in der Gebärmutter eingenistet hatte. Schonung und Hormone zur Unterstützung wurden mir empfohlen.
Mein Bauch wuchs (was ja eigentlich so früh recht ungewöhnlich ist) und meine Brüste auch.
Am 27. Juni hatte ich die nächste Untersuchung. 11 Wochen und 6 Tage. Dieses Mal konnte der Frauenarzt gar nichts mehr erkennen.
Die weiteren Untersuchungen in der Gyn-Ambulanz zeigten dann: missed abortion.
Das kleine Eizellenbündel hatte irgendwann unterwegs aufgehört zu wachsen.

Sandstrand mit großen Steinen mit Blick aufs Meer. Rechts im Bild sind noch Palmen zu sehen.
Strandspaziergang auf den Seychellen
Ausblick aufs Meer. Mein linkes Knie und mein rechter Fuß und Sandstrand.
Ausblick von meinem Lese-Spot auf den Seychellen
Palmen, Bäume und ein von den Wolken halb verdeckter Mond.
Vollmondnacht auf den Seychellen

Ich entschied mich für eine medikamentöse Abtreibung, weil ich den „Geburtsprozess“ klar und präsent miterleben wollte. 8 Stunden und die Höchstdosis der Medikamente leiteten schließlich die „Geburt“ ein. Das war der wohl schwierigste Moment dieses Jahres für mich: zu sehen, was da über 3 Monate in mir gewachsen war und die Vorstellung, dass das hätte mein erstes Kind werden können.

Ich ging sehr offen mit dieser ganzen Geschichte um, sprach auf Social Media darüber und erlebte, wie sehr dieses Thema noch immer in unserer Gesellschaft totgeschwiegen wurde. Ich hörte und las unzählige Geschichten von Frauen, die Ähnliches erlebt hatten, oft mehrfach. Und ich war so froh, dass ich diesen Weg der Verarbeitung für mich gewählt hatte und dass er sich gut anfühlte.

Ein Bild von mir im Krankenhaus am Tag meiner medikamentösen Abtreibung.

Leider ließ sich meine Gebärmutter nicht von der Schwangerschaft abbringen und baute weiter Gewebe auf, sodass ich mich schließlich Mitte August doch noch operieren ließ. In dieser ganzen Zeit forschte ich in mir nach den Ursachen für diese ganze Erfahrung.

  • Warum wollte meine Gebärmutter diese Schwangerschaft nicht loslassen?
  • Welche Geschichte wollte mein Körper mir damit erzählen.

In meiner Forschung stieß ich auf einige verlorene Kinder, die in den Vorgenerationen nie bekannt wurden und dementsprechend auch nie gesehen und gewürdigt wurden.

So kam es, dass ich am Tag nach der OP auf dem Markt zwei Armbänder kaufte. Eines für mein verstorbenes Kind und eines für die vielen ungeborenen Kinder, die in unserer Familie totgeschwiegen wurden. In dieser Hinsicht muss ich auf mein Gefühl vertrauen. Diese Informationen existieren nirgends in unserer Familie, denn die Betroffenen sind alle schon lange tot und haben zu Lebzeiten natürlich nie darüber geredet. Aber das ist ja leider oft so mit dunklen Familiengeheimnissen. Sie sind spürbar, aber nicht sichtbar.

Zwei Armbänder. Eines mit zwei grünen Steinen und ein zweites, was ein silberner Kreis mit Ornamenten ist.

Epigenetik Coach – ein (fulminanter) Abschluss

Apropos dunkle Familiengeheimnisse. Das gehört ins Feld der transgenerationalen Epigenetik, mit der ich mich seit einigen Jahren sehr intensiv befasse. Inzwischen ist nämlich klar, dass wir von unseren Vorfahren nicht nur die Gene, sondern auch die Informationen rund um die Gene erben. Und in diesen sind auch Gefühle, Erfahrungen und Lebensweisen gespeichert. So kommt es beispielsweise häufig vor, dass Nachfahren von Menschen, die den Krieg erlebt haben, an unerklärlichen Angstzuständen leiden, bis die Geschichten ihrer Vorfahren ans Tageslicht kommen. Manchmal sehen sie sogar innerlich Bilder von Situationen, die sie selbst nie erlebt haben.

Das Thema Epigenetik fasziniert mich, weil damit Selbstbestimmung nochmal auf einer ganz anderen Ebene möglich wird. Und falls du mich schon ein bisschen kennst, dann weißt du, dass ich für Selbstbestimmung stehe.
Deshalb hatte ich mich im September 2021 für die Epigenetik-Coach-Ausbildung entschieden, die ich dann im August 22 endlich abschließen konnte. Dinge zu Ende zu bringen ist etwas, was mir sehr schwer fällt. Ich fange an und bin Feuer und Flamme und auf den letzten Metern geht mir dann gerne mal die Luft aus.
Deshalb bin ich wirklich stolz auf mich, dass ich das nach dieser fordernden Zeit trotzdem geschafft habe und jetzt sagen kann: Ich arbeite als Sängerin, Gesangspädagogin und mit Craniosacraler Körperarbeit. Außerdem bin ich Epigenetik Coach(in).

Screenshot vom Mail, das ich direkt nach meiner Prüfung bekommen habe. 100% Bestanden. 153 von 153 Punkte erzielt.
Ergebnis meiner Epigenetik-Coach Abschluss-Prüfung. Ich war schon immer eine kleine Streberin 😉

Profiling – Menschen lesen = Menschen spüren

Noch bevor die Epigenetik-Coach-Ausbildung abgeschlossen war, theaterte (das ist ein schönes österreichisches Wort: einitheatern – bedeutet so viel wie hineinmanövrieren) mich meine Intuition schon in die nächste Geschichte rein.
Auf LinkedIn entdeckte ich eine Veranstaltung: Menschen lesen – Profiling.
Das fasziniert mich schon sehr lange (ich hab alle Folgen von Sherlock, The Mentalist und Lie to me gesehen).
Wie (fast immer) war ich mir sicher:
Ich kann gefahrenlos zu diesem Event gehen, die Ausbildung mach ich sicher nicht, da stehen noch ganz andere auf meiner Liste.
Denkste. Ein Event und ein Gespräch später hatte ich mich für die Ausbildung entschieden.
Eine gute Entscheidung (wie immer, wenn meine Intuition die Führung übernimmt), das kann ich heute sagen.
Diese Methode basiert nämlich auf den Spiegelneuronen und die nutze ich sowieso jeden Tag für meine Arbeit. Sie funktionieren live, online und eben sogar über ein Foto.
Im Laufe der drei Monate lernte ich, Menschen anhand eines Fotos einzuschätzen. Ich kann jetzt sehen bzw. eher spüren, ob jemand offen, neugierig und großzügig oder eher verklemmt, kleinlich und neidisch ist. Ich spüre, ob jemand ehrlich ist (mit sich selbst und mit anderen) und wie wahrscheinlich es ist, dass mich jemand versucht, zu manipulieren.
Spannend oder? Im Endeffekt kann ich jetzt Dinge, die ich irgendwie schon immer konnte, in Worte fassen und sogar anderen Menschen erklären.
Deshalb hab ich mich auch dafür entschieden, bei Brainshot Trainerin zu werden. Ich bin schon sehr gespannt auf meine:n erste:n Trainee.

Weil ich mich das selbst auch immer gefragt habe: Natürlich ist ein Foto immer eine Momentaufnahme, aber ich hatte schon richtig coole Erlebnisse damit und es zeigt in jedem Fall eine Facette dieses Menschen.

I do it my way – 90 Tage Live-Challenge

Klassisches Marketing funktioniert für mich nicht, das stelle ich immer wieder fest. Aber warum sollte es das auch? Ich bin ja ein besonderer Mensch mit ganz besonderen Interessen und stehe dafür, Menschen zu begleiten, ihren ganz eigenen Weg zu finden und zu gehen.
Warum sollte ich dann einen bereits ausgelatschten Marketing-Weg gehen können?

In diesem Sinne startete ich ein ganz spezielles Experiment: die 90-Tage-Live-Challenge.
Die Idee: Zeit verschenken, einfach da sein, keinen Plan haben, mit Menschen ins Gespräch kommen, sich austauschen und schauen, was passiert.
Leider wurde ich mittendrin völlig sinnloserweise (und auch nicht nachvollziehbar) auf Instagram gesperrt und führte das ganze dann noch ein paar Tage auf Facebook weiter. Weil das technisch alles nicht soooo cool war auf Facebook, verlor ich dann die Lust dran und folgte meinem inneren Impuls. So wurden aus 90-Tagen-Live-Challenge leider nur 25 Tage.

Ein Screenshot meines Instagram-Feeds, zur Zeit meiner 90-Tage Live-Challenge. 12 kleine Bilder, 9 davon sind Videos, 3 sind normale Posts.

Meine Highlights:

  • Ich war in Kontakt mit Menschen, die ich seit Jahren weder gesprochen noch gesehen hatte. Beziehungen zu anderen Menschen haben sich intensiviert.
  • Das besonderste Live der Challenge war Tag 9 – ich habe sehr persönliche Dinge erzählt und mich gleichzeitig (unfreiwillig) einer großen Angst gestellt.
  • Ich war einfach ich: an Tag 4 habe ich mitten im Live eine Motte erschlagen, weil ich das auch sonst tun würde, wenn ich eine seh.
  • Ein weiteres besonderes Live war Tag 17, da war ich dann bereits auf Facebook ausgewandert. Wir hatten einen regen Austausch über Energien, die sich in Räumen festgesetzt haben und wie man damit umgehen kann. Noch vor wenigen Monaten hätte ich NIEMALS öffentlich über solche Themen gesprochen.

Ich glaub, ich hab Lust, das im nächsten Jahr wieder zu machen. Vielleicht lässt mich Instagram ja dieses Mal 90 Tage lang live gehen.

Was das mit dem emotionalen Deep Shit auf sich hat

Was bin ich eigentlich? Und was mach ich eigentlich? Du solltest dein Business in einem Satz erklären können. Haha… ja genau!
Bei mir war das immer so: „Ich bin Sängerin und Gesangspädagogin. Außerdem hab ich eine Ausbildung in Craniosacraler Körperarbeit und meine Spezialgebiete sind transgenerationale Epigenetik und pränatale und frühkindliche Prägungen. Ich begleite Bühnenmenschen und Unternehmer*innen dabei, ihren eigenen Weg zu finden und in die Selbstbestimmung zu kommen.

Schnarch… Spätestens bei Satz 2 waren schon alle ausgestiegen.

Smash it! sei Dank reflektierten, spiegelten und wurschtelten wir so lange alles durch die Gegend, bis sich irgendwann der Deep Shit etabliert hatte.
Seitdem bin ich Sängerin und Spezialistin für den emotionalen Deep Shit. Meine Spezialgebiete sind immer noch transgenerationale Vererbung und pränatale und frühkindliche Prägungen.
Aber jetzt ist es nicht mehr so schlimm, wenn jemand aussteigt, denn der Deep Shit bleibt hängen.
Es weiß zwar dann immer noch niemand, was ich wirklich mache, aber das lässt sich ehrlich gesagt auch in einer halben Stunde nicht erklären. Es muss gespürt werden.
Eine Session mit mir und alles ist klar.
Hast du Lust? Schreib mir!
Für alle Leser*innen hier biete ich ausnahmsweise eine Einzel-Session an. Das gibts nämlich sonst nur für Klient*innen, die mit mir schon mein 3-Monats-Programm gemacht haben.

Schreib mir gerne!

Back to singing – back to the roots

„Warum singst du eigentlich so wenig? Jedes Mal, wenn du singst, bist du danach so glücklich und da wundert es mich, dass du das nicht mehr machst.“
Diesen Satz sagte mein Partner irgendwann Mitte des Jahres zu mir.
Natürlich hatte ich 1000 Gründe: Business-Aufbau, Corona, es ist mühsam gleichzeitig Künstlerin und Veranstalterin zu sein und Veranstalter zu finden ist noch mühsamer …
Zeitgleich nahm ich an einer kostenfreien Challenge auf LinkedIn teil. Die Aufgabe des Tages war, öffentlich auf Social Media eine Lüge zu bekennen.
Kaum hatte ich mich an den Text gesetzt, war mir klar: Ich hab mich selbst und auch meinen Partner angelogen.
Der wirklich Grund, warum das Singen in den letzten zwei Jahren nur eine kleine Rolle in meinem Leben gespielt hatte, war meine Angst.
Die Angst, nicht genug zu sein.
UND
Die Angst, dass ich vielleicht immer gut genug gewesen war und ganz viele Chancen verpasst hatte.


Noch im Schreiben des Textes kam die erste Anfrage von einem Ensemble in Salzburg. Konzert im Oktober. Bach im solistisch besetzten Ensemble und die Soli in den Kantaten aufgeteilt.
Ich sagte sofort zu.

Orchester von hinten, in die Kirche hineinfotografiert.
Das letzte Konzert in diesem Jahr – Bach Kantaten in der Christuskirche in Salzburg.
Cembalo, dessen Deckel mit einem Regenschirm aufgespannt ist.
Not macht erfinderisch. Auf unserer Tournee hatten wir wohl was zu Hause liegen lassen.
Ein Foto von mir im Spiegel des Hotelzimmers im schwarzen Kleid.
Hotel-Selfie vor dem Eröffnungsgottesdienst des Bach-Festivals in Eisenach

Das war der Beginn einer wilden Zeit.
Ende September fuhr ich für die Proben nach Salzburg und am 2. Oktober war das Konzert in Bad Urach. Noch in meinem Urlaub in Barcelona direkt anschließend kam die Anfrage, ob ich für eine Konzerttournee im Oktober und noch weitere drei Konzerte im November einspringen könne.
Zum Glück bin ich selbständig und so hab ich geschoben und geschachtelt. Das Ergebnis: 8 Konzerte in 6 Wochen.
Das Singen ist mit Karacho in mein Leben zurückgekehrt.
Nach den ersten Proben wurde mir klar, dass mir genau das in den letzten zwei Jahren richtig gefehlt hat. Ich habs nur nicht gespürt, weil ich diesen Teil aus Schutzgründen auf stumm geschaltet hatte.

Konfrontiert mit den Konsequenzen meines Seins

Ja, ich bin die, die immer dahinter und in die Tiefe schaut.
Ich bin die, die Menschen sieht und zwar nicht nur in dem, wie sie gesehen werden wollen, sondern auch in ihren Verletzungen und Ängsten und Zweifeln.
Ich bin die, vor der man nichts verstecken kann.
Ich bin die, die meist in kürzester Zeit ins Schwarze trifft – emotional.

Ich beschäftige mich mit Untiefen, vor denen die allermeisten Menschen Angst oder zumindest riesengroßen Respekt haben.
Immer wieder hatte ich in den letzten Wochen und Monaten das Gefühl, ins Leere zu sprechen.
Durch Gespräche und eine Mastermind-Session wurde schließlich klar: das, womit ich mich beschäftige, löst bei vielen Menschen Überforderung und Angst aus.
Überspitzt formuliert: Ich kommuniziere ganz oft mit Menschen, die in Schockstarre sind.
Sie verbinden mich mit dem Deep Shit und das löst (meist unbewusst) Angst aus.

„Du bist mit den Konsequenzen deines Seins konfrontiert.“ meinte Laura in einer der letzten Mastermind-Sessions zu mir.

Kurz dachte ich, ich muss den Deep Shit über den Haufen werden (nachdem ich grade mitten in einem Rebranding-Prozess bin, kann das durchaus noch passieren), aber dann wurde mir klar:
Nein! Ich werde Aufklärungsarbeit leisten. Ich werde erzählen, wie ich das mache und dass ich mich immer an Ressourcen orientiere. Dass du die Kraft, die frei wird, wenn du nicht mehr damit beschäftigt bist, den Deep Shit zusammenzuhalten, für dein Leben verwenden kannst. Und dass er sowieso nie so schlimm ist, wie er von weitem aussieht.
Ich hab da nämlich ein schönes Bild. Dieser Deep Shit sind Teile von dir, die durch schlimme Phasen und Erlebnisse (oft in früher Kindheit oder auch in vorigen Generationen) abgespalten wurden. Und jetzt schreien sie, weil sie endlich wieder zu dir gehören wollen. Heute bist du erwachsen und kannst mit ihnen umgehen. Du kannst aussortieren, was nicht zu dir gehört, integrieren, was du gerne behalten möchtest und dich so immer vollständiger und mehr wie DU fühlen.


Meine 4 liebsten eigenen Blogartikel in diesem Jahr

  • „In unser aller Zellen steckt noch der Krieg“ – Kurz nach Ausbruchs des Kriegs in der Ukraine war es mir ein Bedürfnis, diesen Artikel zu schreiben. Er erklärt, was Krieg in einer Gesellschaft auslöst und warum wir heute noch immer die Auswirkungen des Krieges in unseren Zellen haben.
    Ich bin davon überzeugt, dass es unserer Gesellschaft gut tun würde, wenn wir dieses Wissen mehr in den Fokus rücken und dadurch Heilung entstehen kann.

  • „Wie du Co-Abhängigkeit lösen kannst“ – Ich erzähle meine eigene Beziehungsgeschichte und wie ich mit dem Thema Co-Abhängigkeit in Berührung gekommen bin. Dieser Artikel ist ein tiefer Einblick in meine eigenes Leben und gleichzeitig eine Anleitung, wie ein Ausstieg aus co-abhängigen Strukturen gelingen kann. Definitiv ein Thema, dem ich mich im nächsten Jahr nochmal widmen werde.

  • „72 Fragen und Anliegen meiner Klient*innen“ – Warum ich diesen Artikel so liebe? Weil er extrem viel Arbeit war und weil ich dadurch erkannt hab, wie breit gefächert meine Expertise ist und bei wie vielen Themen und Fragen ich Menschen bereits unterstützen konnte. Außerdem ist er ein Nachschlagewerk für alle, die überlegen, mit mir zu arbeiten.

  • „Was du (wahrscheinlich) nicht über mich wusstest“ – Persönlicher gehts kaum. Hier lernst du mich und all meine Macken kennen. Manche Dinge sind echt absurd und gerade ist mir erst wieder was eingefallen, was da eigentlich noch reingehört.

Mein Jahr 2022 in Zahlen

Anzahl Instagram Follower: 470

Anzahl LinkedIn Kontakte: 612

Anzahl Deep (Shit) Letter Abonnentinnen: 111

Anzahl Fortbildungstage (ohne Selbststudium): 23 Tage

Anzahl Konzerte / Messen: 16

Anzahl Live-Videos auf FB und Insta: 33

verbrachte Stunden auf dem Badminton-Court: 125

Anzahl Tage, die ich dieses Jahr nicht zu Hause verbracht hab (Urlaube eingerechnet): 102


Was 2022 sonst noch los war

Ich sitzend im Schnee.
Das Jahr begann mit Rumkugeln im Schnee. Danach wars mir dann etwas schwindelig.
Mein Fuß auf einer Yogamatte, eine Kerze und ein Journal.
Eine Woche lang jeden Tag Yoga. 5 Tage zu Beginn des Jahres und weitere 5 Tage im September. Das gibts nächstes Jahr definitiv wieder!
Die weißen Blüten meiner Orchidee.
Ich liebe meine Zimmerpflanzen und meine weiße Orchidee blüht jedes Jahr wie verrückt.
Ein großer Tisch mit Tee, verschiedenen Tassen mit Getränken, Brötchen, Aufstriche, Butter, zwei Teller, im Hintergrund ein Weihnachtsstern.
Ein ganz normales Frühstück für zwei. Mit selbstgebackenen Weckerln natürlich.
Tief stehende Sonne, die durch die Bäume durchscheint. Im Hintergrund ganz schwach erkennbar ein See.
Mein erster Spaziergang nach 14 Tagen Quarantäne im Februar. Herrlich war das.
Ich montiere einen Kleiderhaken an der Wand.
Neben dem ganzen Business ist in diesem Jahr auch in der Wohnung einiges passiert.
Ein Foto von Noten aus Schuberts Winterreise.
Ein Herzensprojekt im April: Teile aus Schuberts Winterreise mit Streichquartett
Die Tragfläche eines Flugzeugs über den Wolken mit Sonnenuntergang im Hintergrund.
Über den Wolken – im Mai machte ich meinen ersten Luxusurlaub: 10 Tage Seychellen.
Ein Brot, bei dem in der Mitte ein Herz ausgeschnitten ist auf einem Teller. Das Herz liegt daneben.
Manchmal bekomme ich so mein Mittagessen gebracht. Ich hab einfach den besten Partner der Welt.
Ein Foto von mir im Bikini am Strand.
Anfang Oktober waren wir in Barcelona und ich war im Meer. So herrlich!
Ein Foto von mir direkt nach einem Badminton-Match (rotwangig und verschwitzt).
Badminton. Meine große Liebe. Mein Ausgleich. Und ab und zu gewinn ich jetzt sogar schon.
Im Vordergrund ein Blumenbeet mit einer blühenden roten Blume. Im Hintergrund die Mosel, Weinberge und ein blauer Himmel, der von grauen Wolken überzogen ist.
Ein Bild, das an der Mosel auf meiner letzten Fortbildung des Jahres entstand. No Filter – einfach a Wahnsinn!

Meine Ziele für 2023

  • neue Angebote: Im nächsten Jahr gibt es auf jeden Fall mehr Live-Angebote. Ein Retreat und eine ganz spezielle 2-Tage 1:1-Begleitung stehen schon fest.

  • SEO-Politur für meine Website: in Zukunft werde ich gefunden

  • Konzerte: Ich werde wieder mindestens 2 eigene Konzerte veranstalten. Die Programme stehen noch nicht fest, aber ich weiß, es wird super!

  • Mein eigener Podcast: Ein Projekt, auf das ich so richtig Lust hab und vor dem ich mich gleichzeitig ganz schön fürchte. Es wird speziell und ich betrete damit definitiv Neuland.

  • Schwangerschaft: Ich habe eine gesunde Schwangerschaft, in der es mir gut geht und ich aktiv bin. Und ich hab eine schöne und selbstbestimmte Geburt und bringe ein rundum gesundes Kind zur Welt.

  • Mein Motto für 2023: ZURÜCKLEHNEN – OFFEN SEIN – EMPFANGEN
Consent Management Platform von Real Cookie Banner